"Grünes Rezept"
Nichtmedikamentöse Empfehlungen für Patienten mit Schlafschwierigkeiten
Gemäss einer Vorlage des Schlafmedizinisches Zentrums der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK), 2006
1. Einhalten eines regelmässigen Schlaf-Wach-Rhythmus durch:
- Konstante späte Zubettgehzeit
- Konstante Aufstehzeiten am Morgen, unabhängig vom Zeitpunkt des Einschlafens (auch am Wochenende bzw. im Urlaub!)
- Möglichst kein Tagesschlaf (wenn, dann regelmässig)
- Ingesamt verkürzen der Bettzeit, dies führt zu einer Verbesserung des Einschlafens und Durchschlafens
2. Schaffen einer positiven Einstellung zum Schlafengehen:
- Nur bei Müdigkeit zu Bett gehen
- Entspannungsübungen
- Schaffen von Schlafritualen (z.B. ein Glas Milch trinken)
- Aufstehen bei quälender Schlaflosigkeit (aber nichts Aktivierendes unternehmen, sondern z.B. im Dunkeln Musik hören)
- Keine Ausübung von mit Schlaf unvereinbaren Tätigkeiten im Bett (z.B. Essen, Arbeiten etc.), sexuelle Aktivitäten ausgenommen
- Nachts möglichst nicht auf die Uhr schauen und damit Schlafstörungen an bestimmte Zeiten binden (i.S. eines Lernprozesses)
3. Allmähliche Verringerung der geistigen und körperlichen Anspannung vor dem Zubettgehen durch:
- Regelmässige körperliche Aktivität am Tag (möglichst vormittags)
- Entspannungsübungen
- Entspannende Schlafrituale (z.B. warmes Bad nehmen)
- Keine anstrengenden körperlichen oder geistigen Tätigkeiten vor dem Zubettgehen
4. äussere und innere Störquellen ausschalten durch:
- Lärmdämmung
- Angenehme Temperatur (z.B. 16 °C)
- Wecker umdrehen und unters Bett stellen
- Vermeiden von Koffein, Nikotin, Alkohol und schweren Mahlzeiten am späten Nachmittag und Abend
- Wenn Schlafmittel nötig sind, dann nicht länger als 3 Wochen und nicht jede Nacht einnehmen
